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Sushi ist eines der
am häufigsten
konsumierten Gerichte der Welt. Statistisch gesehen hat es jeder Mensch
bereits
mindestens einmal in seinem Leben probiert. Es begeistert nicht nur
durch
seinen Geschmack, sondern auch durch seine einzigartige Optik. Der
Prozess der
Zubereitung und des Servierens ist jedoch wahre Magie und bedarf einer
besonderen Kunstfertigkeit der Sushi-Meister.
Sushi erzählt eine
interessante
Geschichte über die Entwicklung eines einfachen Lebensmittels: Die
ersten
Gerichte dieser Art hießen Nare-Sushi und ihre Geschichte beginnt in
Südostasien. Ursprünglich wurden roher Fisch und Meeresfrüchte in
Fässern
gelagert. Sie wurden abwechselnd mit gekochtem Reis in Schichten
gestapelt und
sorgfältig geknetet und versiegelt, um das Eindringen von Luft zu
verhindern.
Die auf diese Weise zubereiteten Produkte wurden so lange in diesen
Fässern belassen,
bis der Reis vollständig fermentiert war – was manchmal bis zu einem
Jahr
dauerte. Sobald der Fisch fertig war, wurde er mit frischem Reis
serviert und
der Reis aus dem Fass wurde weggeworfen.
Ab dem 15. wurde die
Fermentationszeit der Marinade schrittweise auf einen Monat und mit der
Zeit
sogar auf wenige Tage verkürzt, was den Geschmack des Gerichts
veränderte –
diese Zubereitungsart wird heutzutage Nama-Nare genannt wird. Die
größte
Entdeckung, die die Zubereitung von Sushi revolutionierte, war das
Säuern des
Reises mit dem der Fisch in Fässer geschichtet wurde (17. Jahrhundert).
Dies
verkürzte die Marinierzeit auf eine Nacht (Haya-Sushi) und trug dazu
bei, eine noch
ausdrucksstärkere Variante des Gerichts zu schaffen – Hako-Sushi. Diese
Art des
Sushi wird zubereitet, indem dünne Fischscheiben mehrere Stunden lang
auf
säuerlichen Reis gelegt werden.
Erst im 19.
Jahrhundert entstand
Sushi, wie wir es heute kennen. Damals entstanden zwei Hauptstile:
Kansai und
Edo (Tokio). Ersteres, Oshi- Sushi, stammt ursprünglich aus Osaka und
basiert
hauptsächlich auf richtig zubereitetem Reis, mit Fisch als Beilage, die
leicht
ersetzt werden kann. Der Edo-Stil hingegen bezieht sich eher auf
Hako-Sushi und
dabei handelt es sich um handgeformte Reisportionen, auf die
Fischstücke
(Sashimi) gelegt werden und die heutzutage Nigiri genannt werden.
Es gibt jedoch noch
eine weitere
Hypothese über den Ursprung Sushis – über die Variante Sushi Maki:
Einigen
Quellen zufolge war Tokio im 18. Jahrhundert der Ort, von dem aus
frischer
Fisch in verschiedenste Teile des damaligen Reiches verteilt wurde. Und
damit dieser
unbeschadet sein Ziel erreicht, wurde er mit Reis umhüllt und in
Algenscheiben
eingewickelt.
Zu Beginn des 19.
Jahrhunderts hat
sich ein gewisser Hanaya Yohei eine revolutionäre Änderung bei der
Herstellung
und Präsentation von Sushi ausgedacht. Fisch nicht mehr in Reis
einwickeln,
sondern ein Stück frischen Fisch in länglicher Form auf ein Stück
gewürzten
Reis legen. Heute nennen wir diesen Stil „Nigiri-Sushi“ (Finger-Sushi)
oder
„Edome-Sushi“ (von Edo, dem damaligen Namen Tokios). Dies ist
heutzutage die bekannteste
und beliebteste Art, japanisches Sushi zu essen. In dieser Zeit wurde
Sushi zu
einem schnellen Snack, der auch vermehrt an Straßenständen serviert
wurde. Nach
dem Zweiten Weltkrieg wurden die Sushi-Stände geschlossen und in
Innenräume
verlegt, um bessere hygienische Bedingungen zu gewährleisten. Den
Kunden wurden
bequemere Sitzgelegenheiten zur Verfügung gestellt und so entwickelte
sich
Sushi von Fast Food hin zu Fine-Dine-Küche, die ein einzigartiges
kulinarisches
Erlebnis bieten sollte.
Sushi verbreitete
sich innerhalb
kürzester Zeit auf der ganzen Welt und wurde, einhergehend mit der
wichtiger
werdenden globalen Bedeutung von Meeresfrüchten, schnell von westlichen
Kulturen übernommen, die auf der Suche nach neuen kulinarischen
Besonderheiten
waren. In den 1980er Jahren erlebte Sushi eine weitere Revolution. Zu
dieser
Zeit wurde die Sushi-Produktion kommerzialisiert und die Herstellung
von
Sushi-Rollen automatisierten Prozessen überlassen. Die führte dazu,
dass
Sushi-Rollen wesentlich schneller einzeln in deutlich größeren Mengen
gerollt, geschnitten
und verpackt werden konnten – und dies alles unter Beibehaltung der
Frische der
Zutaten. Dies senkte die Kosten für Sushi und machte es weithin
verfügbar, auch
wenn dadurch leider ein Teil der gesamten Kunstfertigkeit der
Zubereitung des
Gerichts verloren ging.
Heute erleben wir
eine wieder
steigende Nachfrage nach frischem, authentischem Sushi, zubereitet von
erfahrenen und dafür speziell ausgebildeten Sushi-Meistern. Immer mehr
Menschen
erkennen, dass Sushi-Rollen im Supermarkt nicht dasselbe sind wie jenes
Sushi,
das man in einem darauf spezialisierten Restaurant bestellen kann.
Dieses
jahrhundertealte japanische Gericht definiert sich aktuell neu und
wurde zu
einem modernen Klassiker mit einer großen Auswahl an ganz
unterschiedlichen
Zutaten und Kreationen: von den klassischen über solche aus
nicht-traditionellem rohem und gekochtem Rindfleisch bis hin zu anderen
modernen Kombinationen. Sushi-Meister weltweit probieren ständig Neues
aus und der
Kreativität scheinen hierbei kaum Grenzen gesetzt.
Sushi-Esskultur –
ein kleiner
Leitfaden
Statt mit Besteck
sollte Sushi
mit den Fingern oder Stäbchen gegessen werden. Die Stäbchen werden
parallel zur
Tischkante auf einem speziellen Stäbchenhalte platziert und sollten
jedes Mal
dorthin zurückgelegt werden, wenn man gerade nicht isst. Mischen Sie
niemals
Sojasauce und Wasabi in einer Schüssel. Tauchen Sie das Sushi von der
Fischseite in die Sojasauce, nicht von der Reisseite. Und wenn man es
in den
Mund nimmt, muss man darauf achten, dass diese Seite zuerst die Zunge
berührt.
Die Idee ist, den Geschmack des Fisches zu genießen, nicht jenen des
Reises.
Dies gilt insbesondere für Nigiri. Die Stücke müssen auf einmal
gegessen
werden, ohne sie zu teilen. Dies ermöglicht es, die gesamte
Geschmackskomposition im richtigen Verhältnis zu erleben. Zwischen
aufeinanderfolgenden Sushi-Stücken dient eingelegter Ingwer zur
Neutralisierung
der Geschmacksknospen.
Genauso wichtig wie
das richtige
Essen von Sushi ist die richtige Ausrüstung und das richtige Zubehör
für die
Zubereitung: Die Anschaffung eines richtigen Reiskochers lohnt sich auf
jeden
Fall. Der darin gekochte Reis hat die richtige Konsistenz und
Klebrigkeit, was
bei der Sushi-Zubereitung äußerst wichtig ist. Ohne eine gut
vorbereitete Basis
ist es unmöglich, leckeres Sushi zuzubereiten. HENDI- Reiskocher
bereiten Reis für ca. 20-40
Portionen zu (abhängig von der Füllmenge des Geräts), verfügen über
zwei
Betriebsarten – Kochen und Warmhalten – und sind vollautomatisch.


